Wie wirkt Eutonie?

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Eutonie nach Gerda Alexander ist nicht einfach nur Entspannung!

Die Methode wirkt auf die Selbstregulierung- Heil- und Lebenskräfte des Menschen. Im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe trägt sie mit ihrer einfachen und  sanften  Übungsweise unaufdringlich zur Wiederherstellung und zum Erhalt von Gesundheit bei.

Eutonie wirkt sich positiv auf den eigenen Umgang mit Schmerz aus und kann ihn lösen.

Eutonie ist u.a. besonders geeignet bei

-Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates (muskuläre Verspannungen, Fehlhaltungen, Gelenkprobleme, Arthrose, Fußprobleme, Hallux)

-Schmerzen (Rücken, Migräne)

-Stresssymptomen (Erschöpfung, Schlaf, Nervosität)

-psychosomatischen und vegetativen Störungen (Atmung, Verdauung, Herz-Kreislauf)

-psychischer Indikation (Depression, Abgrenzungsprobleme)

-Konzentrationsprobleme, Lernschwierigkeiten

Eutonische Arbeitsfelder

sind in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge, in Kliniken (Orthopädie, Reha, Psychosomatik), im Bereich Kunst (Schauspiel, Musik) und Sport sowie in der Arbeit mit Kindern (Schulen für Lern-/Körperbehinderungen) angesiedelt.

Eutonie ist für Gesunde und Kranke, für Erwachsene und Kinder gleichermaßen geeignet!
Auch in Absprache mit dem behandelnden Arzt kann Eutonie nach Gerda Alexander begleitend zur Unterstützung von Genesungsprozessen erfolgreich eingesetzt werden.

Eutonie hilft dir, wenn…

• dich Familie und Beruf mal wieder sehr einnehmen.
• du oder dein Kind starke innere Unruhe spüren.
• du Konzentrations- und Lernschwierigkeiten hast.
• dein Körper dir Schmerzen in Gelenken, Muskulatur, Faszien und/oder Organen signalisiert. 

• du dich mit dir und deinem Körper gerade nicht so wohl fühlst oder du dir einfach mal wieder etwas Gutes tun willst.

 

Wie verläuft eine Eutoniestunde in der Gruppe

(mit Erwachsenen)?

Rekeln – auf der Unterlage ankommen und tragen lassen – achtsames Üben mit eutonischen Prinzipien – vergleichen und nachspüren – abschließendes Rekeln.

In der Gruppenstunde mit Erwachsen werden diese angeleitet, im Liegen, Sitzen, Stehen oder Gehen achtsam mit Materialien zu üben. Die bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit auf auswählte Körperregionen erfolgt mit Hilfe von Materialien wie Kastanien, Kirschkerne, Bambus, Filzbälle und anderen.  

Die konzentrierte Wahrnehmung auf den Fuß, das Becken, den Schultergürtel, das Schulterblatt usw.  kann sich durch das tastende Heranspüren mit Hilfe der Materialien fokussieren. Nach und nach wird die Körperwahrnehmung auf den gesamten Körper ausgedehnt.

Anatomische Zusammenhänge können erfahren werden. Fragen zu den individuellen Beschwerden können beantwortet (was hat meine Fußhaltung, mein Gehen mit meinen Kopfschmerzen zu tun, meine Sitz- und Kopfhaltung bei der Arbeit mit den Nackenschmerzen?).

Der Schwerpunkt der Stunde liegt auf dem Erleben des Einzelnen. In diesem Sinne gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern lediglich die körperliche Momentaufnahme des Einzelnen.

Ein Austausch am Ende der Stunde kann stattfinden.

 

Was bedeuten die Prinzipien Berührung, Transport und Kontakt?

Berührung/Druck             was ich berühre, berührt auch mich!

Tastende, klopfende Berührung  in verschiedenen Druckqualitäten mit Materialien auf der Hautoberfläche bis in die tieferen Schichten hinein (Oberflächen- und Tiefensensibilität) erweitern die Wahrnehmung für unsere Schutzhülle Haut, unsere Abgrenzung nach Innen und Außen, sowie für muskuläres Gewebe bis hin zur knöchernen Struktur.

Das Erleben verschiedener Berührungsqualitäten wirkt sich positiv auf das eigene Alltagserleben und das Stresserleben aus.

Das Körperbild kann nach und nach harmonisiert werden.

Transport                     weniger kann mehr sein!

Gezielt den Widerstand des Bodens für die Aufrichtung des Körpers, der Skelettmuskulatur nutzen.

Der Druck, den ich mit dem Fuß/mit der Hand zum Boden, zur Wand hin ausübe wirkt durch die Übertragung von Kraft zu mir zurück und verhilft mir zur Aufrichtung.

Eine hohe Muskelanspannung, die für alltägliche Bewegungen aufgewendet wird wie zum Beispiel beim Aufstehen oder Treppensteigen wird erfahrbar gemacht.  Im Sinne von „Haushalten mit den Kräften“ können leichtere, ökonomischere Bewegungsabfolgen erprobt werden.

Kontakt                              lebendig und präsent im Innen und Außen!

Das eutonische Spüren wird bewußt über die Hautgrenze hinaus in das Material gelenkt.

Das Eigene wird gestärkt. Beziehungen können bewußt und positiv gestaltet werden. Persönliches Miteinander und ein ausgewogenes Verhältnis von Nähe und Distanz kann folgen.